Der in Grüningen wohnhafte Vorsitzende des Umweltausschusses Michael Wagner möchte eine Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt unserer Streuobstwiesen in Pohlheim etablieren. Als Vorsitzender des Kreisverbandes Gießen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege e.V. und Chef des Dorf-Güller Ortsvereins verfügt er über große Fachkenntnis zum Erhalt der Streuobstwiesenbestände und der Landschaftspflege. Im letzten Jahr war Wagner mit Rat und Kraft dabei, als ein Streuobst- und Obstbaumpflegeprojekt am östlichen Rand von Grüningen erfolgreich durchgeführt wurde. Auf einer rund 13 Hektar großen Fläche erhielten ältere Bäume einen sog. Erhaltungsschnitt und es wurden notwendige Neuanpflanzungen vorgenommen. Wagner möchte das Projekt für ganz Pohlheim nachhaltig fortführen und sieht im Erhalt unserer Streuobstwiesen eine wichtige Zukunftsaufgabe. Streuobstwiesen prägen als wertvolles Biotop unser Landschaftsbild und tragen zur Biodiversität bei. „Die Bedeutung der Streuobstwiesen müssen wir alle mehr in den Fokus rücken und viele für deren Erhalt gewinnen,“ meint Wagner. Deshalb hat er einen Antrag zur Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung formuliert. Damit wird der Magistrat gebeten eine Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt der Streuobstwiesen in der Stadt Pohlheim zu etablieren. „Denn Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür“, führt Wagner weiter aus. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen genauso eingebunden werden wie bereits bestehende Vereine der Landschaftspflege, des Naturschutzes und des Obstbaus. Ziel der Gemeinschaft soll es sein, die Streuobstwiesen im Stadtgebiet zu erhalten. Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft könnte auch das Anbieten von Baumschnittlehrgängen für Privatpersonen und Gruppen gehören. Optimal sieht er eine gemeinsame Erntegemeinschaft mit anschließender Vermarktung des regionalen Obstes bzw. des erzeugten Apfelsaftes, sowie eine breite dauerhafte Öffentlichkeitsarbeit zum Schutz und Erhalt der Streuobstwiesenbestände.
Damit die Stadt mit gutem Beispiel vorangeht möchte Wagner die bereits im letzten Jahr eingeführte Gelbe-Band-Aktion an Obstbäumen fortentwickeln. Diese Kennzeichnung signalisierte, dass die Früchte von jedermann geerntet werden können. Nun soll der Magistrat verpflichtet werden ein Obstbaumkataster zu erstellen und zu veröffentlichen. Aus dem Kataster soll die Lage, die Anzahl je Sorte und der Pflegezustand der Bäume hervorgehen. Zudem soll aufgeführt werden in welchem Umfang aktuell eine Bewirtschaftung stattfindet und von welchen Bäumen Früchte für eine private Verwendung geerntet werden können.
„Die CDU setzt sich mit beiden Initiativen für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und deren sinnvolle Verwertung ein, bevor das Obst unter den Bäumen verfault. Außerdem wollen wir einen Beitrag zum dauerhaften Erhalt unser Streuobstwiesen leisten. Wir rechnen im Parlament mit einer sehr breiten Unterstützung unserer Ideen“, zeigt sich Wagner abschließend zuversichtlich.

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